Perle ist nicht gleich Perle. Je nachdem, in welcher Muschel oder Auster sie gewachsen ist, unterscheiden sich Größe, Farbe, Glanz und Preis deutlich. Hier bekommst du einen einfachen Überblick über die wichtigsten Perlenarten.
Natürliche Perlen und Zuchtperlen
Zuerst die wichtigste Unterscheidung:
- Natürliche Perlen entstehen ganz ohne menschliches Zutun. Sie sind extrem selten und entsprechend teuer.
- Zuchtperlen entstehen, wenn der Mensch den Prozess anstößt, indem er ein Stück Gewebe oder einen kleinen Kern in die Muschel einsetzt. Die Perle selbst bildet die Muschel aus echtem Perlmutt.
Fast alle Perlen, die heute in Schmuck verarbeitet werden, sind Zuchtperlen. Sie sind echte Perlen.
Süßwasserperlen
Süßwasserperlen wachsen in Muscheln in Seen, Teichen und Flüssen, heute vor allem in China.
- Größe: meist 4 bis 10 mm
- Farben: Weiß, Creme, Rosé, Lavendel, oft mit zartem Schimmer
- Besonderheit: Häufig bestehen sie komplett aus Perlmutt, was sie sehr haltbar macht.
- Preis: die günstigste Perlenart
Akoya-Perlen
Akoya-Perlen stammen aus der Akoya-Auster, einer Salzwasser-Auster. Bekannt wurden sie in Japan, heute werden sie auch in China gezüchtet.
- Größe: meist 6 bis 9 mm
- Farben: Weiß und Creme, oft mit rosa oder silbernem Schimmer
- Besonderheit: sehr rund und mit starkem, spiegelndem Glanz, der klassische Perlenkette-Look
Tahiti-Perlen
Tahiti-Perlen wachsen in der Schwarzlippigen Perlauster in Französisch-Polynesien. Sie sind die bekannten dunklen Perlen.
- Größe: meist 8 bis 14 mm
- Farben: Grau, Anthrazit, Schwarz, oft mit grünem, blauem oder violettem Schimmer
- Besonderheit: Die dunklen Farben sind natürlich und nicht gefärbt.
Mehr über die schwarzen Perlen erfährst du in Schwarze Perlen: Tahiti-Perlen erklärt.
Südseeperlen
Südseeperlen wachsen in der großen Silber- oder Goldlippigen Perlauster, vor allem vor Australien, Indonesien und den Philippinen.
- Größe: meist 9 bis 16 mm, teils noch größer
- Farben: Weiß, Silber, Champagner und das seltene Gold
- Besonderheit: die größten Zuchtperlen mit einem weichen, satinartigen Glanz
Besondere Formen
- Barockperlen: unregelmäßig geformte Perlen, jede ein Einzelstück
- Keshi-Perlen: kleine Perlen ohne Kern, die als Nebenprodukt der Zucht entstehen
- Mabé-Perlen: halbkugelförmige Perlen, die an der Innenseite der Schale wachsen
Perlenarten im Vergleich
| Perlenart | Wasser | Typische Größe | Typische Farben |
|---|---|---|---|
| Süßwasserperle | Süßwasser | 4 bis 10 mm | Weiß, Rosé, Lavendel |
| Akoya-Perle | Salzwasser | 6 bis 9 mm | Weiß, Creme |
| Tahiti-Perle | Salzwasser | 8 bis 14 mm | Grau bis Schwarz |
| Südseeperle | Salzwasser | 9 bis 16 mm | Weiß, Silber, Gold |
Wie sich die Perlenart auf den Preis auswirkt, liest du in Muschel Perle Wert: das bestimmt den Preis.
Deine eigene Perle entdecken
Bei Wunschperlen öffnest du deine Auster selbst und findest darin eine echte Perle. Welche Farbe sie hat, erfährst du erst beim Öffnen. Die Perle setzt du in deinen Anhänger aus 925 Sterling Silber ein und kannst sie jederzeit wechseln.













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